RoadStory für Iserlohn: Stadtgeschichte digital erlebbar machen

Die Fraktion DieISERLOHNER möchte Iserlohns Geschichte künftig auch digital und direkt vor Ort erlebbar machen. Deshalb bringen wir im Kulturausschuss einen Antrag ein, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, gemeinsam mit dem Märkischen Kreis die Entwicklung einer „RoadStory“-Tour für Iserlohn voranzutreiben.

Was ist „RoadStory“?

Mit „RoadStory“ setzt der Märkische Kreis auf ein digitales Angebot, mit dem sich Orte und ihre Geschichten per Smartphone entdecken lassen. Nutzerinnen und Nutzer können sich auf eine Tour begeben und an verschiedenen Stationen Informationen und Geschichten zu ihrer Umgebung abrufen. Das Konzept wurde im letzten Kulturausschuss des Kreises vorgestellt.

In Lüdenscheid wurde bereits eine entsprechende Tour umgesetzt. Das Projekt bietet damit eine gute Grundlage, um dieses Format auch auf weitere Städte im Märkischen Kreis zu übertragen.

Für uns liegt auf der Hand: Iserlohn sollte dabei sein.

Unsere Stadt hat viele Geschichten zu erzählen

Iserlohn verfügt über eine vielfältige Stadt-, Kultur- und Industriegeschichte und über zahlreiche Orte, die sich für eine solche digitale Tour anbieten.

Die historische Innenstadt, die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf, die Dechenhöhle, der Danzturm oder der Seilersee sind nur einige Beispiele. Hinzu kommen viele weniger bekannte Orte, Persönlichkeiten und Geschichten, die sich über eine digitale Tour neu vermitteln ließen.

Dabei geht es uns ausdrücklich nicht nur um ein touristisches Angebot. Eine RoadStory-Tour kann ebenso für Iserlohnerinnen und Iserlohner interessant sein und dazu einladen, Bekanntes neu zu entdecken und bislang unbekannte Seiten der eigenen Stadt kennenzulernen.

Passend zum Kulturentwicklungsplan

Die Idee knüpft zugleich an die Kulturentwicklung in Iserlohn an. Die zeitgemäße und digitale Vermittlung von Kultur und Stadtgeschichte ist auch ein Thema des Kulturentwicklungskonzeptes der Stadt.

Statt hierfür eine vollständig neue technische Lösung zu entwickeln, bietet es sich aus unserer Sicht an, an ein bereits bestehendes Projekt des Märkischen Kreises anzuknüpfen und die Möglichkeiten einer Umsetzung für Iserlohn auszuloten.

Unser Antrag im Kulturausschuss

Mit unserem Antrag möchten wir deshalb erreichen, dass die Stadtverwaltung mit dem Märkischen Kreis Kontakt aufnimmt und die Voraussetzungen für eine RoadStory-Tour in Iserlohn klärt.

Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie eine solche Tour gemeinsam entwickelt werden kann, welche Orte und Geschichten sich als Stationen eignen und welche organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine Umsetzung bestehen.

Über die Ergebnisse soll anschließend in den zuständigen politischen Gremien berichtet werden.

Für uns ist das ein sinnvoller Schritt, um Kultur, Stadtgeschichte und Digitalisierung miteinander zu verbinden und gleichzeitig ein bestehendes kreisweites Angebot für Iserlohn nutzbar zu machen.

Iserlohn hat viel zu erzählen. Wir möchten dazu beitragen, dass diese Geschichten künftig auch digital vor Ort erlebt und gehört werden können.