• Antrag der Fraktion DieISERLOHNER für die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung: Integration intelligenter Außenbeleuchtung im Stadtgebiet

Antrag der Fraktion DieISERLOHNER für die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung: Integration intelligenter Außenbeleuchtung im Stadtgebiet

Antrag der Fraktion DieISERLOHNER für die nächste Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung:

Integration intelligenter Außenbeleuchtung im Stadtgebiet

Sehr geehrter Herr Schmitt,

 

die Fraktion DieISERLOHNER beantragt, das o.a. Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung aufzunehmen.

 

Die Verwaltung soll beauftragt werden, eine intelligente, dynamische und ökologische Außenbeleuchtung für Iserlohn bei künftigen Sanierungen und Neuinstallationen unter Berücksichtigung folgender zukunftsfähiger Schwerpunkte zu prüfen:

 

Einsatz eines Lichtmanagementsystems für folgende Punkte:

  • Bewegtes Licht, Licht nur bei Bedarf
  • Ökologie und Klimaschutz (Lichtfarbe 3000 K)
  • Reduzierung der Energie- und Wartungskosten
  • Effizienz der Betriebskosten
  • Erhöhung der Sicherheit

 

Einsatz von multifunktionalen Lichtstelen für folgende Punkte:

Sämtliche vorherigen Punkte, ergänzt um

  • Einsatz von Umweltsensorik
  • E-Charging für E-Bikes und Autos
  • Kameraüberwachung (Vandalismusvermeidung)

 

IST Zustand: veraltete Technik der Leuchtmittel (Leuchtmittelverbot lt. EUP Richtlinie)

 

Antrag:

 

Sanierung der Seilhängeleuchte unter Berücksichtigung folgender zukunftsfähiger Schwerpunkte:

  • Gleichmäßigere Ausleuchtung der Hauptverkehrsstraße durch Einsatz von LED Technik
  • Implementierung in ein Lichtmanagementsystem
  • Anpassung der Beleuchtungsstärke nach EN 13201 durch volumenabhängige Verkehrszählung

 

Begründung und Erläuterung:

 

  1. Lichtmanagement: Licht nach Bedarf
  • zum Beispiel Absenkungen des Lichtstroms in den späten Nachtstunden bei

verringertem Verkehrsaufkommen

  • »mitlaufendes Licht« entlang eines Weges jeweils wird nur eine bestimmte Anzahl Leuchten unmittelbar vor und hinter dem Nutzer hochgefahren z. B. für selten genutzte Radwege
  • Lichtsteuerungen können für eine einzelne Leuchte oder eine ausgedehnte stadtweite Anlage implementiert werden
  • Fehlerüberwachung, Monitoring der Leuchten, Hinweise für die weitere energetische Optimierung der Anlage und eine vorausschauende, besonders effiziente Wartung
  • permanente Optimierung der Betriebsparameter verlängert die Lebensdauer der Leuchten.

Das alles sind Beiträge zu ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit

 

  1. Smart City

Die Vernetzung der Leuchten über ein Lichtmanagementsystem ist Voraussetzung und oft auch wichtiger Impuls für die Nutzung von Straßenleuchten für diverse Aufgaben in der Smart City:

  • Ladestation für E-Mobility
  • Sensoren
  • Kameras
  • Kommunikationsmodule
  • Hardware für das Parkplatzmanagement

 

Smart Lighting Ready-Konzept (SLR) setzt auf konsequente Modularität. SLR-Leuchten sind so vorbereitet, dass sie gleich ab Werk oder auch zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt einfach per Plug & Play mit verschiedenen Modulen bestückt werden können. Dafür integrieren sie bis zu zwei nach Zhaga standardisierte Sockel, in die sich Sensoren oder Lichtmanagement-Hardware einsetzen lassen. SLR-Leuchten passen sich somit jedem Bedarf und Budget an. Um- oder Aufrüstung ist auch nachträglich mit minimalem Aufwand möglich. Bezüglich der Auswahl von Hard- und Software sowie Kommunikationsprotokollen stehen nahezu alle Optionen offen.

 

  1. Vorteile für LEDs hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit
  • Hochleistungs-LEDs haben eine Lichtausbeute bis 200 lm/W. Zum Vergleich: Bei einer Glühlampe lag dieser Wert bei bis zu 30 lm/W, die neueste Generation Leuchtstofflampen kommt auf circa 100 lm/W.
  • Durch die Umrüstung einer Straßenbeleuchtung von herkömmlichen Leuchten auf LED-Leuchten lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 80 % Beleuchtungsenergie einsparen
  • Lebensdauer für LED-Lichtquellen liegen zwischen 80.000 bis 100.000 h. Bei circa 4.000 h im Jahr, die eine Außenleuchte in unseren Breiten üblicherweise angeschaltet ist, wären das 25 Jahre
  • bis zu 50 % der Kosten im Bereich der Wartungsarbeiten können gespart werden
  • Gute Lichtlenkung, mit Linsen und Reflektoren, Minimierung von Streuverlusten
  • Kleine Bauform, Reduzierung des Materialeinsatzes

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ab wann eine Sanierung und Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Iserlohn hinsichtlich ökologischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte sowie zukunftsfähiger Beleuchtungssysteme sinnvoll ist.

Die jeweiligen Amortisationskosten der optimierten Beleuchtung sind zu ermitteln.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, das oben beschriebene Konzept an den folgenden genehmigten Ratsbeschlüssen zu berücksichtigen und umzusetzen, damit Erfahrungen gesammelt werden können:
  • Drucksache DS10/0313

Der Bereich 66 beauftragt die Stadtwerke Iserlohn GmbH mit der ergänzenden Beleuchtung des östlichen Abschnitts des Fuß- und Radweges „Alte Bahntrasse“.

  • Drucksache DS 09/2683

Die Verwaltung wird beauftragt den Fußweg zwischen Bahnstation Iserlohner Heide und Messingstraße entsprechend zu beleuchten.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dietmar Eggeling

Sachkundiger Bürger

Christian Kohlstädt

Ratsmitglied